P3 CANDLE HOLDER - SEVERIN



P3




Severin – Kerzenständer aus Aluminium

  • Projekt: Eigenes Projekt, Produktentwicklung
  • Rolle: Entwurf, Konstruktion, Prototyping, Fabrikantensuche, Bildwelt
  • Jahr: 2026
  • Material: Aluminium, glasperlgestrahlt
  • Varianten: zwei- und dreiarmig
  • Verfahren: 3D-Druck für die Prototypen
  • Status: Prototyp realisiert, Markteinführung in Planung

Die Idee
Am Anfang stand kein Briefing, sondern ein Bedürfnis: Ich brauchte neue Kerzenständer und fand keine, die mir gefielen. Daraus wurde ein Selbstversuch. Ich wollte wissen, was es alles braucht, bis aus einer Skizze ein fertiges Produkt wird, und zwar nicht in der Theorie, sondern an einem echten Objekt.

Die Gestaltung
Severin nimmt die Silhouette des klassischen Kandelabers und reduziert sie auf zwei Elemente: ein flaches Profil und einen Kegel. Das Flachprofil bildet Schaft und Arme, der Kegel kommt zweimal vor, unten als Fuss und oben umgedreht als Kerzenfassung. Alle Teile sind gesteckt und jeweils mit einer Schraube gesichert: Der Schaft sitzt in einem Schlitz im Fuss, die Kerzenfassungen stecken auf den Enden der Arme. Die Verbindungen werden nicht versteckt, sie sind das Detail.

Das Stecksystem spart auch Kosten. Fuss und Kerzenfassungen sind bei beiden Varianten identisch, für den Wechsel von drei auf zwei Arme muss nur das Mittelstück neu gefertigt werden. Mit denselben Teilen lässt sich die Reihe später erweitern.

Der Weg zum Produkt
Die eigentliche Arbeit begann nach dem Entwurf. Durch mein Interesse an anderen Materialien und Gewerken kenne ich mich auch mit der Metallbearbeitung aus. Das hat mir geholfen, Pläne, Abläufe und Fabrikationsfehler zu verstehen.

  • Fabrikantensuche: Ich habe Betriebe angefragt, Offerten verglichen und gelernt, wie man einen Entwurf so aufbereitet, dass ein Hersteller damit arbeiten kann.
  • Prototyping und Fehlersuche: Die ersten Modelle habe ich im 3D-Druck gefertigt, um Proportionen, Standfestigkeit und Kerzensitz zu prüfen, bevor Geld in Metall floss. Mehrere Details habe ich danach überarbeitet.
  • Passgenauigkeit: Die Steckverbindungen am Fuss und an den Kerzenfassungen verlangen enge Toleranzen. Sie mussten getestet und angepasst werden. Die Fassung ist zudem so konzipiert, dass Kerzen mit unterschiedlichem Durchmesser hineinpassen, mit einem Spielraum von ± 6 mm.
  • Oberfläche: Ich habe verschiedene Oberflächen verglichen und mich für eine glasperlgestrahlte Ausführung entschieden. Die satinierte Oberfläche lässt die Form für sich sprechen.

Was noch fehlt
Severin soll auf den Markt kommen. Offen sind die Skalierung, also Stückzahl und Stückpreis, die Finanzierung, die Verpackung und die Vermarktung. Das sind die nächsten Schritte.

Was das Projekt zeigt

  • Eigeninitiative: Ich habe das Projekt ohne Auftrag selbst angestossen und durchgezogen.
  • Der ganze Prozess: Ich habe das Produkt von der Skizze über den Prototyp bis zum Gespräch mit dem Fabrikanten begleitet.
  • Wirtschaftliches Denken: Gleiche Teile für mehrere Varianten senken die Fertigungskosten.
  • Lernbereitschaft: Ich habe mein Wissen über Metall und seine Fertigung gezielt vertieft.


KI-gestützte Visualisierung auf Basis eigener Entwürfe, Fotos und Renderings.